Landschaft verschandelt, Grundstück abgewertet, Vögel sterben, Konzernprofit maximiert,
Mikroplastik kilometerweit, Dürre, giftige Kabinengase, Öl im Boden,
Bäume vertrocknet, Luft verschmutzt, Dauerlärm, Schlaflose Nächte, Befeuerung blendet,
Wohnqualität weg, Eiswurfgefahr lebensbedrohlich,
Regionalwetter verändert, Brände unlöschbar, Aussicht zerstört, Boden verdichtet, Wohnhaus unverkäuflich, Wasseradern verschüttet, Brummen im Kopf, Wald stirbt, Schlagschatten im Fenster, Anlagenentsorgung ungeklärt, Gesundheit gefährdet, Boden ausgetrocknet, Infraschall krank, Zappelstrom unbrauchbar,
Wald abgeholzt, Baulärm, Gewinn weniger, Schaden vieler, Wärmestau, Niederschläge verringert, Waldklima zerstört,
Wildtiere abgewandert, Erholungsraum vernichtet, Lebenserwartung verkürzt, Klimabilanz negativ, Gesamtnutzen fraglich
Windkraft im Naturpark Dübener Heide schadet Lebensraum und Klima
Frage: Warum sind Sie gegen das Windkraftprojekt?
- Wir sind besorgte Bürger und keine Gegner der Windkraft.
- Deutschland braucht regenerative Energien, wenn wir Wirtschaftsstandort bleiben und unseren Wohlstand sichern wollen.
- Aber dieses Projekt ist einfach wirtschaftlicher und gleichzeitig ökologischer Irrsinn, und es bestraft unsere Region und die Menschen hier gleich mehrfach.
Frage: Warum?
- Es ist eine Jahrzehnte lang geschundene Region, vom Braunkohletagebau zerfressen, den Folgen einer Chemieindustrie, die nur Produktionszahlen und nicht die Menschen im Blick hatte. Mit dem Ergebnis, dass wir die dreckigste Region ganz Europas waren, mit andauernder Gesundheitsgefährdung, niedrigerer Lebenserwartung, sauren Böden, saurem Regen und Waldsterben.
- Es hat Jahrzehnte gedauert, bis die Region revitalisiert war, heute sogar mit Qualitäten eines Luftkurortes.
- Wir sind eine saubere, intakte Region mit realistischen Entwicklungszielen für sanften Tourismus, Gesundheit, Erholung, Freizeit.
Frage: Aber Windräder sind doch sauber, verpesten nicht Luft, Wasser und Boden und machen auch sonst keinen Dreck. Und wir brauchen doch sauberen Strom?
- So biegen sich leider manche Politiker und Energieunternehmen die Wirklichkeit zurecht. Denn was jetzt hier geplant ist, führt 35 Jahre nach der DDR-gemachten Umweltkatastrophe in dieser Region WIEDER zu einer katastrophalen Naturraumzerstörung. Ganz konkret zu Abholzung und Waldsterben, einer negativen Klimabilanz, d.h das Projekt ist klimaschädlich, es gibt ungeklärte Entsorgungsprobleme, eine verbesserungswürdige Kraftwerksbilanz der WKA.
- Vor allem aber bedeutet es für tausende Bürger auf Jahrzehnte zementierte hochgradige Belastungen und Einschränkungen für Gesundheit, Lebensqualität und ihren Besitz. Die Wertminderung ihrer Grundstücke, der Häuschen, all dessen, was in Jahrzehnten aufgebaut oder ererbt wurde, ist enorm.
Frage: Aber der Gemeinderat hat trotzdem das Projekt vorangetrieben, Nägel mit Köpfen gemacht und jetzt die Planungen mit einem Beschluss festgezurrt …
Ja leider. Nachdem der Bürgermeister fast eine dreiviertel Stunde die angeblichen Vorteile der freiwilligen Ausweisung von Flächen für Windkraftanlagen mitten im Naturpark Dübener Heide rosarot dargestellt und im Gegenzug gültige gesetzliche Regelungen als Bedrohung schwarz an die Wand gemalt hat. Die beispielsweise zur Verhinderung einer unkontrollierten Privilegierung des gesamten Außenbereichs für Windkraft ab 2030 gedacht sind. Oder die eine direkte und unmittelbare Festsetzung von Vorrangflächen ab 2027 verhindern sollen. Dafür
wird dann gleich mal ein Viertel der Gesamtfläche des Naturparks Dübener Heide als minderwertiger Monokultur-„Industriewald" diskreditiert, wo die Kiefern sowieso durch Eiche- und Buchenwälder ausgetauscht werden müssten. Das ganze garniert mit Millionen-Gewinnen, an denen die Gemeinde angeblich irgendwie und irgendwann beteiligt sein soll. Kein Wort über die potentielle Gesundheitsgefährdung von mindestens 2000 im nahen Umkreis direkt betroffenen Bürgern durch Betriebsgeräusche, Abrieb, periodischen Infraschall, Schlagschatten und Lichtverschmutzung.
Frage: Schön und gut. Aber wie wollen Sie das alles verhindern?
- Indem wir nicht locker lassen und diesen Irrsinn sehr konsequent, gut organisiert und mit einem sehr langem Atem bekämpfen werden.
- Zuerst einmal müssen Planungen solcher Tragweite und Bedeutung mit allen Vor- und auch Nachteilen absolut transparent dargestellt werden. Natürlich in den Medien. Aber wir werden auch selbst Formen finden. Einwohnerversammlungen können auch wir organisieren, das hat dann auch gleich den Vorteil, dass wir selbst über Tagesordnung und Redezeiten bestimmen und das Hausrecht haben.
- Wir werden alle kompetenten Institutionen und Gremien hierher vor Ort holen. Natürlich den Träger des Naturparks, aber auch den Landrat, die Umwelt- und Wirtschaftspolitiker aus dem Kreistag und dem Landtag.
- Und dabei wird es eine Menge spannender Fragen zu diskutieren geben. Beispielsweise, warum die Gemeinde nicht auf die Flächen 10, 11 und 13 der Planungsgesellschaft zurückgreift, die nachweislich ein weitaus geringeres Konfliktpotential, insbesondere naturschutzfachlich haben, als die Flächen 33 und 34, die wesentlich dichter am Kernbereich des Naturparks liegen? Und ob das Gebiet 33 überhaupt noch nutzbar ist, wo doch der gesamte Landeswald unter Schutz steht und Windkraftanlagen daher dort verboten sind? Und was halten eigentlich Gesetzgeber und Ministerien davon, wenn die Gemeinde Muldestausee so einfach mal so mit einem Zielabweichungsverfahren die Raumordnung angreifen und aushebeln will? Nicht zuletzt: Was kostet der Spaß und wer bezahlt ihn?
Frage: Das sind alles in allem harte Vorwürfe.
- Das mag sein. Aber das jetzt von der Gemeinde Muldestausee beschlossene Zielabweichungsverfahren im Naturpark Dübener Heide könnte auch der Präzedenzfall für weitere große Flächeneigentümer, wie beispielsweise die Blausee GmbH oder die Stadt Gräfenhainichen mit ihrem Stadtwald sein. Und insofern haben wir da auch eine Menge potenzieller Verbündeter. Aber der Widerstand lohnt sich. Es geht immerhin um mindestens 9, später vielleicht sogar bis zu 40 industrielle 300-Meter-Höhenwindkraftanlagen, und das vom nordöstlichen Rand bis zur Mitte des Naturparks Dübener Heide hin.
Beiträge im Netz
MDR Sachsen-Anhalt: Kampf gegen Windparks und Solaranlagen: Die Argumente der Gegner
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/dessau/wittenberg/widerstand-windkraft-102.html
















